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Weitere Versäumnisse beim Bau des Anger-Centers

Über die Versäumnisse beim Aushandeln des städtebaulichen Vertrages für das Zentrum „Am Anger“ bzgl. der für die Anwohner*innen wichtigen Parkplätze habe ich bereits auf meiner Seite berichtet. Nun hat die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf über eine weitere Anfrage zum Zustand des Bäckerpfuhls erfahren, dass dessen desolater Zustand ebenfalls aus mangelnder Absprache im Vorfeld des Baugeschehens resultiert.

Der Bäckerpfuhl ist laut Bezirksamt ein stehendes Gewässer, welches mangels Niederschlags zurzeit trockengefallen ist und zudem wenig gepflegt wird, wie das Bezirksamt eingesteht. Für die Reproduktion von Amphibien spiele das Gewässer – so denn Wasser vorhanden ist – aber eine wichtige Rolle.

Wie kann der Wasserstand im Bäckerpfuhl gesichert werden? Das Bezirksamt antwortete, dass im Zuge der Baumaßnahmen des neuen Zentrums versäumt wurde, eine Regenwassereinleitung in den Bäckerpfuhl zu bauen. „Das Umwelt- und Naturschutzamt wurde hier nicht beteiligt“, schreibt das Bezirksamt. Der ehemalige Bezirksstadtrat für Wirtschaft Christian Gräff (CDU) hat es offensichtlich versäumt, das damals ebenfalls durch ihn geführte Umwelt- und Naturschutzamt beim Neubauprojekt einzubeziehen. Das Umwelt- und Naturschutzamt muss nun geeignete Maßnahmen ergreifen, um den Wasserstand zu sichern. Die Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf hat dazu bereits einen Antrag eingebracht.

Die Pflegemaßnahmen durch das Grünflächenamt wurden in den vergangenen Jahren nur auf die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit beschränkt, sagt das Bezirksamt. Der Grund dafür sei der Personalmangel und „begrenzte finanzielle Mittel.“ Deshalb könnten auch die Skulpturen im Umfeld des Bäckerpfuhls nicht gereinigt werden.

Um den Zustand des Bäckerpfuhls zu verbessern, hält das Bezirksamt folgende Maßnahmen für notwendig: Rückschnitt des Wildaufwuchses, Entnahme von Schilf und eine Auflichtung der Bäume, um den Laubeintrag zu reduzieren und Sonnenlicht zu ermöglichen. Auch dazu hat die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf das Bezirksamt mit einem Antrag aufgefordert.


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