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Auf dem „Roten Sofa“: Birgitta Behr und ihr Comic „Susi. Die Enkelin von Haus Nummer 4“

Birgitta Behr ist eigentlich Lehrerin für Deutsch und Kunst an der Cecilien-Grundschule in Wilmersdorf. Im Rahmen einer in der Schule gegründeten Geschichtswerkstatt übernahm sie mit ihren Schüler*innen die Patenschaft für 12 Stolpersteine. Um diesen ein Gesicht zu geben und die Geschichten dahinter auch für Schüler*innen verständlich zu machen, begann sie zu recherchieren und wählte schließlich das Format des Comics zur Darstellung der Geschichte von Susi und ihren Eltern Steffy und Ludwig Cohn.

Am Anfang des Projekts stand eine Ausstellung, die die Schüler*innen mit Birgitta Behr entwickelten. Diese Ausstellung war beim Jugendforum denk!mal im Abgeordnetenhaus zu sehen, wo Behr auch Regina Kittler kennenlernte. Aus der Ausstellung, die auch Zeichnungen von Kindern beinhaltete, kam die Idee für das Medium Comic – als Sachbuch und als Appell an die Menschlichkeit. Das fertige Konzept wurde verschiedenen Verlagen vorgestellt und nach einer Zusage mit dem eigentlichen Buch begonnen. Dabei war es auch gar nicht einfach den Verlagen klar zu machen, welches Ziel mit dem Buch verfolgt wird, wie Behr berichtete.

Die Zeichnungen fertigte Birgitta Behr selbst an. Die digitale Nachbearbeitung übernahm Sandra Wendeborn. Auf das Buch folgte dann ein Theaterstück. Die Begeisterung der Schulaufsicht führte letztendlich auch zur Umsetzung der Idee zum Film und die Entwicklung von Unterrichtsmaterial. Für das Projekt wurde Behr freigestellt. Auch die Zeit drängte, da auch die Schüler*innen, die im Film mitwirkten, zu alt geworden wären.

Während Susi und ihre Eltern in Verstecken in Berlin und in Horst an der Ostsee unter dem Namen Collm die Shoa und den Krieg überlebten, und weitere Familienmitglieder nach Brasilien, Spanien und in die USA emigrierten, wurde ihre Großmutter Gerda Cohn am 2. September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 29. September in Minsk ermordet. Als die Familie nach dem Krieg nach Berlin zurückkehrte, war ihr Haus zerstört. Ludwig Collm konnte aber wieder als Gymnasiallehrer arbeiten und bezog mit seiner Familie eine Wohnung in der Cecilien-Schule – die Schule, in der Birgitta Behr heute Lehrerin ist – gegenüber von dem Haus, in dem Gertrud Cohn gewohnt hatte.

Mit ihrem Buch und dem ebenso bewegenden Kurzfilm ist es Birgitta Behr gelungen, jungen Menschen einen Zugang zur Geschichte der Judenverfolgung im Nationalsozialismus zu verschaffen. Auch bei der Lesung und Filmvorführung im Abgeordnetenbüro zeigten sich die anwesenden Gäste sichtlich betroffen. Im Publikum anwesend war auch der Stiefbruder von Susi, Stefan Collm.

Thomas Braune


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