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Die Marzahner Ringkolonnaden

Die Marzahner Ringkolonnaden wurden nach einem preisgekrönten Entwurf des Architekten Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut - des Architekten Marzahns - 1986 mit Mitteln der industriellen Bauweise errichtet. Zentrum des städtebaulichen Konzepts war und ist nach wie vor ein Platz mit Springbrunnen, der zum Verweilen einlädt. Die Ringkolonnaden stellten das attraktive Zentrum des Wohngebietes dar.

Im Laufe der 1990er und der 2000er Jahre verloren die Kolonnaden immer mehr an Attraktivität. Das liegt auch an dem Ende der 1990er-Jahre fertiggestellten, nur wenige hundert Meter entfernten Einkaufscenter Plaza Marzahn, dem Eastgate und dem Kaufpark Eiche. 2010 wurden schließlich die südlichen Ringkolonnaden, die Post, die Kaufhalle sowie angrenzende Wohnhäuser abgerissen bzw. zurückggebaut. Der Eigentümer, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), an den der Bezirk Anfang 2014 den Komplex abgegeben hat, investiert dort nicht mehr. Das Erscheinungsbild der Ringkolonnaden, geprägt vom hohen Leerstand, trübt die Laune der Gewerbetreibenden. Nur knapp 20 Prozent von rund 4400 Quadratmetern Gewerbefläche sind derzeit vermietet.

Im Interesse des Erhalts der städtebaulichen Struktur hatten sich mehrere Gutachter dafür ausgesprochen, die Wohngebäude an der Mehrower Allee entweder nur teilweise abzureißen oder an den platzseitigen Baugrenzen neu zu errichten. Die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus hatte in einem eigenen Gutachten eine Lösung vorgeschlagen, die Wohnblöcke an der Ludwig-Renn-Straße und an der Mehrower Allee in einzelstehende 3- bis 4-geschossige Stadthäuser mit flexiblen Grundrissen für Sonderwohnformen rück- und umzubauen.