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In der russisch-orthodoxen Kirche

Kieztour: Religionen in Marzahn

Mit Pfarrer Ludewig in der Dorfkirche Marzahn

Am 30. August lud Dr. Manuela Schmidt wieder zum Kiezspaziergang ein. Thema diesmal: Religionen in Marzahn. Die Gruppe aus etwa 25 Bürgerinnen und Bürgern startete gemeinsam mit der Abgeordneten an der katholischen Kirche „Von der Verklärung des Herrn“.

Ende der 70er Jahre war es ein besonderes Anliegen des Berliner Bischofs Alfred Kardinal Bengsch im neuen Wohnbezirk Marzahn die Voraussetzungen für ein Gotteshaus zu schaffen. Daraus resultierte im August 1981 die Erteilung des Auftrages seines Nachfolgers Bischof Joachim Kardinal Meisner an den Pfarrer Kaschubowski zum Bau einer eigenen Kirche in Marzahn. Zur Finanzierung diente dabei ein Sonderbauprogramm der Regierung der DDR. Am 31. Oktober 1987 fand nach dreijähriger Bauzeit die Feier der Kirchweihe statt. Empfangen wurde die Gruppe von Pater Josef Kahmann. Zunächst interpretierte Sebastian Sommer, der Kirchenmusiker der Gemeinde, einige Werke der Kirchenmusik auf der Orgel. Anschließend berichtete Pater Kahmann über seine stetig wachsende Gemeinde mit aktuell 2300 Mitgliedern sowie über einige Besonderheiten der Kirche. Von zentraler Bedeutung im Altarraum ist ein außergewöhnlicher Corpus Christi. Dieser befindet sich erst seit dem Jahr 2000 in der Kirche und soll das „Menschliche im Leiden und das übermenschliche im ertragen des Leidens“ verdeutlichen. Kahmann verwies auf viele zukünftige Veranstaltungen und lud alle ein, der heiligen Messe beizuwohnen.

Von der Katholischen Kirche führte der Weg weiter zum Marzahner Dorfanger. Dort befindet sich die bereits 1871, nach Entwurf von Friedrich August Stüler, erbaute neugotische Dorfkirche Marzahn. Der neue Pfarrer Lucas Ludewig empfing die Gruppe und begann zunächst mit einem historischen Abriss der Kirchengeschichte der unierten Gemeinde: Im Jahre 1830 entstand diese aus der Vereinigung der lutherischen und calvinistischen Gemeinde. Die heutige Gemeinde wurde  1946/47 gegründet. Anschließend lenkte Ludewig die Aufmerksamkeit auf markante Punkte im Kircheninneren. Darunter der Renaissance-Taufstein aus dem Jahre 1660, gefertigt aus sächsischem Sandstein, sowie die 1912 von den deutschen Orgelbauer-Brüdern Dinse angefertigte zweimanualige Orgel. Weiter referierte er über die allsonntäglichen Gottesdienste und über die etwa alle zwei Wochen stattfindenden kulturellen Veranstaltungen in seiner 2360 Mitglieder umfassenden Gemeinde. Ludewig betonte, dass die Ökumene schon lange Tradition in der Dorfkirche hat: Beginnend mit den reformierten Siedlern aus der Pfalz, die sich mit den Lutheranern die Kirche teilten, über die Calvinisten, bis hin zu den Katholiken, die die Kirche vor dem Bau der katholischen Kirche am Neufahrwasserweg nutzen konnten und der russisch-orthodoxen Kirche.

Zu dieser, erst 2014 in holzbauweise an der Allee der Kosmonauten errichteten Kirche ging es anschließend. Erzpriester Pjotr Pakholkow beschrieb die Entstehung seiner Gemeinde im Jahr 2010 und berichtete über die Schwierigkeiten anfangs kein eigenes Gotteshaus besessen zu haben. Er und seine 150 Mitglieder große Gemeinde hielten die Gottesdienste teilweise in der Dorfkirche in Alt-Marzahn ab und legten somit den Grundstein für die bis heute bestehende gute Zusammenarbeit der Gemeinden.

Bei Bratwurst vom Grill in der Jugendfreizeitstätte „TreibHaus“ konnten sich die Teilnehmer*innen der Gruppe stärken und über Gott und die Welt austauschen.

Paul Lehmann


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