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            <title> Dr. Manuela Schmidt (MdA): RSS-Feed</title>
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            <language>de</language>
            <copyright> Dr. Manuela Schmidt (MdA)</copyright>
            
            <pubDate>Thu, 27 Aug 2026 01:52:54 +0200</pubDate>
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                <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 18:00:00 +0100</pubDate>
                <title>103. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/103-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Auch am 18.02. hatten wir am Helene-Weigel-Platz wieder hochkarätige Literatur zu Gast: diesmal Kathrin Gerlof mit ihrem 2018 erschienenen Roman „Nenn mich November“. Darin erzählt Gerlof die Geschichte eines Paares, das einen Neuanfang wagt und dabei vieles verliert. Es ist eine realistische Geschichte, eine Geschichte mitten aus dem Leben, in der für die Figuren nicht alles glatt läuft, bei weitem nicht, aber die Gerlofs Botschaft ist am Ende doch eine optimistische: „Wenn man einander liebt, dann kann man es schaffen, auch aus dem tiefsten Tief wieder emporzuklettern.“</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Erst auf dem Roten Sofa, im Gespräch mit Gastgeberin Manuela Schmidt, erfährt Kathrin Gerlof, was die Presse über sie geschrieben hat: Der Deutschlandfunk etwa bescheinigt ihr einen Erzählton „zwischen Lakonie und Zärtlichkeit.“ Gerlof hatte die Rezensionen zum Buch bisher nicht gelesen – aber freut sich sichtlich über die Anerkennung, und wichtiger noch: Sie macht es für uns als Zuhörer und Zuhörerinnen auch greifbar, was das für eine Schriftstellerin heißt: nichts zu beschönigen, aber dennoch eine tiefe Liebe zu den eigenen Figuren zu pflegen.</p>
<p>„Ich bin keine Dorfhasserin“, versichert Gerlof daher, auch wenn sie die Dorfstimmung in „Nenn mich November“ zum Teil ziemlich deprimierend beschreibt. Der Ausgangspunkt ist der: Marthe kündigt ihren Job als Sachbearbeiterin im Jobcenter. „Ich bin kein besonders guter Mensch“, sagt Marthe, „aber Leute zu bestrafen, die schon am Ende sind, das bringe selbst ich nicht fertig.“ Und dann landet sie mit ihrem Mann David in dieser Dorftristesse: in einem Dorf, das stirbt, weil seine Bewohner das Leben verlernt zu haben, wo es aber auch Hoffnung gibt, zarte Pflänzchen des Aufbruchs, weil die Menschen – Marthe und David eingeschlossen – es nach einem Weckruf trotz allem wieder schaffen, einander zu begegnen. Eigentlich ein Wunder, „wenn der Bus nur einmal am Tag fährt und der letzte Hausarzt schon in Rente gegangen ist...“</p>
<p>Kathrin Gerlof ist Schriftstellerin und freischaffende Journalistin, früher war sie u.a. Chefredakteurin der Jungen Welt – und wenn sie Zeit hat, besucht sie uns am Helene-Weigel-Platz zum Roten Sofa.</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-109086</guid>
                <pubDate>Fri, 21 Nov 2025 18:00:00 +0100</pubDate>
                <title>100. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/100-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am 21.11.2025 fand im Abgeordnetenbüro Schmidt am Helene-Weigel-Platz das Große Jubiläum des Rotes Sofas statt. Wir feierten nicht nur uns selbst, sondern eine Kulturtradition, die den Marzahnerinnen und Marzahnern schon seit über zehn Jahren Kultur vom Feinsten präsentiert - und das ganz ohne Eintrittspreise. Zu diesem Anlass brachen wir auch die frontale Sitzordnung auf, die bei Kulturveranstaltungen mit Bühnenprogramm üblich ist, und ermöglichten es unseren zahlreichen Gästen, bei leckerem Buffet miteinander ins Gespräch zu kommen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ohne Bühnenprogramm mussten wir dennoch nicht auskommen: Isabell Neuenfeldt läutete mit ihrem Akkordeon und ihrer Gesangsstimme den Abend ein und bot eine Mischung aus französischen Chansons und finnischem Tango - später ließen sich auch Wolfgang Reuter und Elke Bitterhof noch zu spontanen Gesangseinlagen inspirieren. Zwischenzeitlich geleiteten Regina Kittler und Manuela Schmidt durch den Abend und ließen elf turbulente Jahre und 99 Rote Sofas Revue passieren: Anekdoten, Gespräche und Wein führten nahtlos in den zwanglos-geselligen Teil des Abends über.</p>
<p>Gestatten Sie zum Abschluss noch eine Rätselfrage: Wer war in all den Jahren unser häufigster Gast? War es</p>
<p>A) Wolfgang Reuter,&nbsp;<br>B) Antje Püpke,&nbsp;<br>C) Harald Kretzschmar&nbsp;<br>oder&nbsp;<br>D) Klaus Lederer?</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-107913</guid>
                <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 18:00:00 +0200</pubDate>
                <title>99. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/99-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am Montag, 13.10., durften wir auf dem Roten Sofa im Abgeordnetenbüro den Schriftsteller Domenico Müllensiefen begrüßen. Die Moderation des Abends übernahm Regina Kittler, kulturpolitische Sprecherin der Linken in der BVV Marzahn-Hellersdorf. Wie immer auf dem Roten Sofa nach dem bewährten Konzept &quot;Lesung und Gespräch&quot; - Müllensiefen liest aus seinem neuen Roman &quot;Schnall dich an, es geht los&quot;, bevor er sich Reginas Fragen und den Fragen des Publikums stellt.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Müllensiefens mehrfach preisgekrönte Debütroman "Aus unseren Feuern" in Leipzig spielte, spielt das neue Buch in der Altmark: nach der Uckermark das am dünnsten besiedelte Gebiet der gesamten Republik und die Region, in der Müllensiefen selbst aufgewachsen ist, bevor es ihn in einer Serie glücklicher Zufälle erst nach Magdeburg und dann nach Leipzig verschlug...</p>
<p>Ist also auch "Schnall dich an, es geht los" wieder ein autobiografisches Buch? "Naja", sagt Müllensiefen, "es erzählt nicht meine Geschichte, aber andererseits ist es vielleicht sogar noch autobiografischer als das erste Buch, denn es erzählt die Geschichte meiner Heimat. Und ich hoffe", fügt er hinzu, "dass diese Geschichte noch weitergeht." - Und das, obwohl sogar Altkanzlerin Angela Merkel einmal sagte: "Salzwedel hat einen Bahnhof, aber den Anschluss verloren."</p>
<p>Womit wir beim Kernthema des Abends wären - einem Thema, das uns auf dem Roten Sofa schon häufiger beschäftigt hat: Wie konnte der angekündigte "Aufbau Ost" nach der Wiedervereinigung - von vielen als feindliche Übernahme empfunden - sich in einen regelrechten "Abbau Ost" verwandeln? Wieso verwandelte die anfängliche Euphorie sich so schnell in Tristesse, was hätte anders laufen müssen, welche Folgen hat das noch heute... und vielleicht am wichtigsten: wie können wir heute mit diesem Erbe umgehen?</p>
<p>Müllensiefen wirbt für einen Ansatz, der nichts beschönigt - der raue Gesprächston einer Romanfiguren spricht hier eine sehr deutliche Sprache -, aber auch nicht verzweifelt, sondern daran festhält: Da ist auch Raum für Lebensfreude mitten im Grau. So handelt "Schnall dich an, es geht los" von zwei jungen Männern, Marcel und Pascal, deren Lebensmittelpunkt das Fußballstadion in Magdeburg und die Imbissbude in einem Dorf namens Jeetzenbeck sind, durch das Müllensiefen seinen tatsächlichen Heimatort Beetzendorf fiktionalisiert hat. Die Stimmung ist bedrückend - nicht zuletzt, weil das Buch direkt mit einem Suizid von Marcels Schwester Vanessa beginnt. Marcel ist viel damit beschäftigt, Zeit totzuschlagen - und Müllensiefen zeigt mit erschreckender Plausibilität, "wie kaputt eine Familie sein muss, damit die Tochter sich gegen die Wand fährt."</p>
<p>Und doch bleibt die Hoffnung. Marcel und Pascal lassen sich nicht kleinkriegen, sie bleiben in Jeetzenbeck, und sie haben ihre Gründe. Müllensiefen sagt zwar, dass er als Schriftsteller genauso wenig soziologische Erklärungen für die Misere anbieten kann wie Konzepte für die Zukunft. Und doch erhalten wir durch ihn - durch Lesung und Gespräch - viele Hinweise: "Die Menschen haben nach der Wende schnell verlernt zu träumen", sagt Müllensiefen, "und da gibt es schnellen Lösungen." Aber ein größeres kulturelles Angebot würde definitiv nicht schaden. Und so hat der Autor am Ende dann doch einen ambitionierten konkreten Vorschlag parat: ein Interrail-Ticket für alle Jugendlichen in der EU, wenn sie volljährig werden - das sorgt für kulturelle Begegnung, "und dann kommen vielleicht auch die Träume zurück." Das hätte sicher auch Marcel gefallen, der einstweilen nicht mit Kumpels durch ganz Europa reisen kann, sondern nur mit seinem schlechtgelaunten Vater auf einen halben Roadtrip nach Prag geht.</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 18:00:00 +0200</pubDate>
                <title>98. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/98-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am 26.09. hatten wir auf dem Roten Sofa im Abgeordnetenbüro Manuela Schmidt die Schriftstellerin Katja Oskamp zu Gast. Sie gehört zu den wenigen Gästen des Roten Sofas, die uns schon dreimal beehrt haben - und machte dieses 98. Rote Sofa zu einer unserer bestbesuchten Veranstaltungen überhaupt.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Vor rappelvollem Haus berichtete Oskamp von der Entstehung ihres neuen Buches "Die vorletzte Frau" und las einige Passagen vor, die Lust machen auf mehr. "Die vorletzte Frau" ist in erster Linie eine Liebesgeschichte: die Geschichte von Oskamps 19 Jahre währender Beziehung zum Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann, zärtlich und mit beeindruckender Offenheit erzählt. 19 Jahre jedoch, in denen auf das leidenschaftliche Kennenlernen und die gegenseitige künstlerische Inspiration Tosch - so heißt Hürlimann im Buch - schließlich an Prostatakrebs erkrankt: sodass es im Buch bei weitem nicht nur um die stürmischen Seiten der Liebe geht, sondern auch um den Umgang eines Paares mit Altern, Krankheit, Pflege. "Wäre alles so gekommen, wenn Tosch in diesen 19 Jahren nicht krank und ich nicht alt geworden wäre?", fragt Oskamp - legt gleichsam Rechenschaft über ihre gesamte Existenz ab und erzählt nebenbei und ganz spielerisch-leicht von... nun ja: von den wichtigen Dingen eines Menschenlebens eben, und zwar auf eine Art, wie wohl nur Schriftstellerinnen es können.</p>
<p>Dass die Lebenszeit jenseits der 50 die "Ersatzteilphase" sei, sagt Oskamp zum Beispiel mit Blick auf einen der Protagonisten von "Die vorletzte Frau". Dass die Kneipe eine wundervolle Kulturtechnik sei, die ihr viele Therapiesitzungen erspart habe. Dass sie gar nicht anders gekonnt habe, als mit voller Wahrhaftigkeit über ihr Leben zu schreiben. Dass es ihr bei aller Bewunderung für ihre Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit immer so vorgekommen sei, als hätte sie gar keine andere Wahl gehabt. Die Fußbeschreibungen aus ihrem Roman "Marzahn Mon Amour" nimmt Oskamp hier als Beispiel: "Die Leute wunderten sich manchmal über all die detaillierten Beschreibungen von Füßen... aber seien wir ehrlich, ohne die Füße wäre das Buch doch leer, also wäre es mir allein aus diesem Grund schon nicht möglich gewesen, etwas zu beschönigen."</p>
<p>Nur den Grund, warum das Buch "Die vorletzte Frau" heißt, den verrät Katja Oskamp an diesem Abend nicht. Kaufen Sie das Buch oder leihen Sie es in einer nahegelegenen Bibliothek aus, es lohnt sich!</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 18:00:00 +0200</pubDate>
                <title>97. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/97-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am Freitag (05.09.) hatten wir auf dem Roten Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt erneut den Kunsthistoriker und Krimischriftsteller Jürgen Tietz zu Gast. Es war Tietz&#039; zweiter Besuch innerhalb von nur einem Jahr: Im Juni 2024 hatte er uns zusammen mit Pieke Biermann und Klaus Lederer die Lange Kriminacht auf dem Helene-Weigel-Platz beschert - diesmal mussten wir aufgrund der noch immer andauernden Bauarbeiten in die Innenräume ausweichen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Der Krimilektüre tat dies aber keinen Abbruch. Die Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten gebannt, wie Tietz aus Band 2 seiner Berliner Krimireihe vorlas: Auf die "Berliner Monster" (Teil 1) folgt nun die "Berliner Schuld". Wieder ermittelt Kommissar Adler, wieder ist der Schauplatz das von Trümmern übersäte Berlin der Nachkriegszeit (1947). Aber diesmal hat der Serientäter, dem Adler auf der Spur ist, es nicht auf Kinder abgesehen, sondern auf erwachsene Frauen.</p>
<p>"Es gibt in der Literatur immer diese Schubladen", sagt Jürgen Tietz über seine Wendung zum Kriminalroman, "und sie sagen uns: Krimiautoren sind keine richtigen Schriftsteller." Tietz tritt den Gegenbeweis an: Er erzählt nicht nur eine fesselnde Kriminalgeschichte, sondern tut dies auf eine literarisch mitreißende Art und Weise. Und mehr noch: Auch die "Berliner Schuld" ist wieder eine Liebeserklärung des Autors an seine Heimatstadt Berlin. Er sieht sie immer mit den Augen eines Architektur- und Kunsthistorikers - "ich verleugne meine Vergangenheit nicht", sagt Tietz lachend -, aber wichtiger vielleicht noch: mit Berliner Augen. Und das merkt man auch seinem Vortrag an, in dem er immer wieder Figuren mit breitem Berlinerisch zum Leben erweckt - das Berliner Publikum am Helene-Weigel-Platz weiß es zu schätzen.</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <pubDate>Wed, 09 Jul 2025 12:32:05 +0200</pubDate>
                <title>Sommerempfang der Jüdischen Gemeinde 2025</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/sommerempfang-der-juedischen-gemeinde-2025/</link>
                
                <description>Am gestrigen Dienstag (08.07.25) lud die Jüdische Gemeinde Berlin zu ihrem jährlichen Sommerempfang in der Oranienburger Straße. In herausfordernden Zeiten wie der heutigen ist es wichtig, dass Politik und Zivilgesellschaft in Berlin klare Kante gegen Antisemitismus zeigen und sich an die Seite der jüdischen Gemeinde stellen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <pubDate>Fri, 27 Jun 2025 21:05:00 +0200</pubDate>
                <title>96. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/96-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am Freitag, 27.06., hatten wir auf dem Roten Sofa die Schriftstellerin Regina Scheer zu Gast. Scheer, geboren 1950 in Ost-Berlin, hat zahlreiche Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte veröffentlicht, und seit 2014 auch diverse Romane. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Mit deutsch-jüdischer Geschichte hat auch der Roman "Gott wohnt im Wedding" zu tun, aus dem Scheer am Freitag einige Passagen vorlas. Er erzählt die Geschichte eines Wohnhauses in Berlin-Wedding, tut das aber - das ist der Clou - aus der Perspektive des Hauses selbst. Natürlich kennt das Haus alle seine Bewohner. Es beobachtet sie, wie sie im Treppenhaus sitzen und rauchen; es bekommt mit, wie der Vermieter versucht, den Verfall des Hauses zu beschleunigen, damit die Bewohner ausziehen und er durch Abriss und Neubau seine Rendite erhöhen kann; das Haus philosophiert; und es beobachtet auch alle seine tierischen Besucher: von Füchsen und Waschbären bis hin zu Küchenschaben...</p>
<p>Aber natürlich sind es vor allem die Geschichten seiner menschlichen Bewohner, die das Haus durch Regina Scheers Buch mit uns teilt: Geschichten von Wandel, von Heimat, von Trauer, von Berlin. So zum Beispiel die Geschichte von Leo, einem Juden, der im Haus aufwuchs, 1948 nach Israel auswanderte und später als alter Mann zurückkommt, um gemeinsam mit seiner Enkelin die alte Heimat zu besuchen. Wie Leo mit seiner Enkelin über Israel diskutiert.</p>
<p>"Warum nicht?", antwortet Regina Scheer souverän und lachend auf die Frage, warum ihre Bücher so häufig von deutsch-jüdischer Geschichte handeln. "Deutsche Geschichte ist eben oft auch jüdische Geschichte. Besondern Berlin wäre ohne jüdisches Leben eine völlig andere Stadt."</p>
<p>Die Zuschauerinnen und Zuschauer lassen sich mitnehmen auf diese literarischen Zeitreisen, sie lassen sich begeistern und sammeln ihre Fragen an die Autorin, die nach der Lesung noch Rede und Antwort steht. Nur als das Gespräch auf den Nahostkonflikt kommt, lenkt Scheer den Fokus zurück auf den (literarischen) Anlass der Veranstaltung: "Ich spreche hier als Künstlerin, als Schriftstellerin, und nicht als Agitatorin. Auch die Literatur hat eine politische Ebene. Aber was nicht aus meinen Büchern hervorgeht, darüber muss und möchte ich hier auch nichts sagen."</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <pubDate>Tue, 20 May 2025 18:00:00 +0200</pubDate>
                <title>95. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/95-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt-1/</link>
                
                <description>Am 20.05. hatten wir auf dem Roten Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt den Musiker und Schriftsteller Stefan Körbel zu Gast. Körbel las nicht nur aus seinem Roman &quot;Wendekreis&quot;, sondern begeisterte das Publikum auch mit Gitarre und Gesang. Komplett unverstärkt liest und singt er, aber seine Stimme trägt - und das Publikum lauscht so gebannt, dass man die sprichwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>"All of the lines on my face…" - "All die Falten in meinem Gesicht", beginnt Körbel die kraftvolle erste Ballade des Abends, "die erzählen Geschichten. // Geschichten, die keinen Sinn ergeben, wenn ich sie dir nicht erzählen kann // Denn ja, es stimmt: ich wurd' für dich gemacht." Und mit diesen Worten stimmt Körbel sein Publikum auf das unausgesprochene Leitmotiv des Abends ein: die Liebe. Wir erfahren, dass sein Roman "Wendekreis" - mit dem sprechenden Untertitel "Die Vollendung der deutschen Einheit im Südpazifik" - ebenfalls eine Liebesgeschichte erzählt, auch wenn Körbel deren wichtigste Teile gerade weglässt, um nicht zu viel zu spoilern. Den Drahtseilakt einer jeden guten Buchpräsentation - so viel lesen, dass es Lust macht, aber so wenig, dass die Spannung aufrechterhalten bleibt - beherrscht Körbel jedenfalls perfekt.&nbsp;</p>
<p>Zugute kommt ihm dabei, dass er als Musiker immer wieder vom Sprechen ins Singen wechseln kann - und dadurch ganz andere Möglichkeiten hat, die vielfältigen Stimmungen des Buches wiederzugeben, ohne seinen Inhalt zu verraten. "All die Lieder, die ich Ihnen heute vorspielen werde, haben mit dem Buch zu tun", sagt Körbel. "Nicht alle kommen tatsächlich im Buch vor - aber sie könnten." Denn die Hauptfigur des Buches ist ebenfalls Musiker: Der "etwas verkrachte" Pianist Rollo Schultz, der für einen verletzten Kumpel einspringt und als Pianist auf einem Kreuzfahrtschiff anheuert. Die Lieder darf Rollo selbst aussuchen, und es überrascht nicht, dass sie auch den Geschmack des Autors treffen: eine wilde Mischung von den Beatles und Stones über Hans Albers und Udo Lindenberg bis hin zu traditionellen Volksliedern auf Deutsch, Russisch und Englisch. Wer mehr erfahren will - über Stefan Körbel und sein Alter Ego Rollo Schultz, aber auch über DDR-Geschichte und, ja, über die Liebe -, der sollte das Buch zur Hand nehmen. "Kaufen ist nicht die einzige Option", erinnert uns Moderatorin Regina Kittler. "Sie können auch einfach einen Anschaffungsvorschlag in der nächstgelegenen öffentlichen Bibliothek machen."</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <pubDate>Fri, 07 Mar 2025 18:00:00 +0100</pubDate>
                <title>93. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/93-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Zum 93. Roten Sofa begrüßten wir mal wieder Hellmuth Henneberg – diesmal in Begleitung von Karsten Noack mit seiner Posaune. Seit 15 Jahren basteln die Beiden an musikalisch-literarischen Programmen – Gartenprogramme, Adventsprogramme, Feiertagsprogramme.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenen Anlass spielten sie diesmal „Die Posaune zum Frauentag“. Mit internationalen Standards von „Hello, Dolly!“ über „Wenn ich einmal reich wär…“ bis „Schöner Gigolo, armer Gigolo“ handelte es sich durchaus um einen „bunten Strauß beliebter Melodien“ – live dargeboten von Karsten Noack auf seiner Tenor-Posaune.&nbsp;<br> Zu allem wusste Hellmuth Henneberg augenzwinkernd Geschichten zu erzählen und forderte mit der einen oder anderen Wette das musikalische Können seines Mitstreiters heraus.</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-104711</guid>
                <pubDate>Mon, 24 Feb 2025 10:30:00 +0100</pubDate>
                <title>Spenden für den Erhalt unserer Kultur</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/spenden-fuer-den-erhalt-unserer-kultur/</link>
                
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe im Januar den Betrag der Diätenerhöhung für die Kampagne „<a href="https://www.betterplace.org/de/projects/146853-berlin-mondiale-retten" target="_blank" rel="noreferrer">Berlin Mondiale retten“</a> gespendet. Und ich werde auch in den kommenden Monaten einen Teil der Diätenerhöhung für Kulturprojekte, Künstlerinnen und Künstler der freien Szene, die durch den beschlossenen Sparhaushalt des Senats in Not geraten, spenden. Diese Not betrifft viele und es werden immer mehr. Vor allem jenen Projekten und Künstler:innen der freien Szene, die weder über Rücklagen verfügen, noch aufgrund ihrer oft sowieso sehr prekären Existenz die Streichung von Geldern, den Wegfall von bezahlbaren Arbeits- und Atelierräumen nicht verkraften können, droht das Aus.</p>
<p>Offensichtlich frei von Kenntnis, wie sich die Sparmaßnahmen im Konkreten auswirken werden, haben der Regierende Bürgermeister und auch der Kultursenator die Kultur- und Kunstschaffenden aufgefordert, ein bisschen mehr Eigeninitiative zu zeigen, sich nach Sponsoren und anderen Finanzierungsmöglichkeiten umzusehen, anstatt zu jammern. Es ist wie immer: Erfolge werden in die eigene Bilanz geschrieben (Schaut, was wir für eine tolle und kreative Kulturmetropole sind!), Schwierigkeiten und Ergebnisse verfehlter und nicht vorausschauender Politik werden individualisiert und privatisiert.</p>
<p>Dem Rat des Bürgermeisters und des Senators folgend hieße dies: Alle kämpfen um die gleichen Töpfe und gegeneinander, alle buhlen um die gleichen privaten Geldgeber.</p>
<p>Die Rettungskampagne auf <a href="https://www.betterplace.org/c/ueber-uns" target="_blank" rel="noreferrer">betterplace.org</a>&nbsp; zeigt, es geht anders, es muss anders gehen. Und lässt den etwas kühnen, aber guten Gedanken zu, dass sich die solidarischen Möglichkeiten gegenseitiger Hilfe ausbauen ließen.</p>
<p>In diesem und im folgenden Jahr werden viele Arbeitsräume für Künstler:innen, Projekte und Initiativen wegfallen oder die Mieten werden steigen. Es ist bei weitem nicht das einzige, aber eines der ganz großen Probleme, denn der Senat plant unter anderem, die <a href="https://kulturraum.berlin/" target="_blank" rel="noreferrer">KRB</a> (Kulturraum Berlin GmbH) abzuwickeln, das Arbeitsraumprogramm extrem zu kürzen und viele Kulturschaffende auf den freien Markt zu schicken. Dort aber herrscht bekanntlich das Gesetz des Stärkeren, bzw. der besser gefüllten Brieftasche.</p>
<p>Ein Fonds für den Erhalt und die Anmietung von Arbeitsräumen wäre eine Möglichkeit, einiges davon abzufedern, den Betroffenen Luft zu verschaffen und Sicherheit zu geben. &nbsp;</p>
<p>Darüber ließe sich reden und das sollten wir tun.</p>
<p>Ich bin sicher, dass viele Menschen in unserer Stadt den Kahlschlag im Kulturbereich mit Sorge sehen und falsch finden.&nbsp;</p>
<p>Der Senat hat es unterlassen, ausreichend nach Möglichkeiten zu suchen, bzw. sich zu Entscheidungen durchzuringen, mit denen sich die Einnahmen des Landes verbessern ließen. Das vielzitierte Beispiel:</p>
<p>Obwohl es eine Einnahmequelle wäre, bleibt der Preis für eine Anwohner-Parkvignette bei 20,40 Euro für zwei Jahre. In Frankfurt/Main sind es 240 Euro, in Köln 200 Euro, in München 60 Euro.</p>
<p>Die Koalition hat eine Erhöhung mit der Begründung abgelehnt, das brächte gerade mal Einnahmen in niedriger einstelliger Millionenhöhe. Als seien eins, zwei, drei oder acht Millionen nichts.</p>
<p>In Berlin werden insgesamt 208.000 Bewohner:innenparkausweise genutzt, darin nicht enthalten die Betriebsvignetten und Handwerker:innen-Parkausweise für gewerbliche Fahrzeuge.</p>
<p>Perspektivisch wird die Zahl der Parkausweise steigen. Gegenwärtig betragen die Einnahmen 4,24 Millionen Euro.</p>
<p>Verdoppelte man die Gebühren auf 40,80 Euro, wären es 8,48 Millionen Euro, verdreifacht sind es 12,72 Millionen.</p>
<p>Vielleicht sind ja die einen oder anderen Menschen bereit, für ihre Kultur und ihre Kulturschaffenden, den Erhalt von Teilhabemöglichkeiten, Projekten, Initiativen, Angeboten der Kulturellen Bildung und Betätigung für Kinder und Jugendliche, Geld einen höheren Betrag, als die 20,40 für die Anwohnervignette zu zahlen und die Differenz auf ein Spendenkonto zum Beispiel für den Erhalt von Arbeitsräumen zu spenden.</p>
<p>Und ich bin sicher, auch viele andere werden – so sie können – für ein solches Anliegen etwas spenden.</p>
<p>Diese Idee, den Gedanken, werde ich gemeinsam mit anderen auf Tauglichkeit und Realisierbarkeit prüfen. &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-105161</guid>
                <pubDate>Fri, 14 Feb 2025 21:00:00 +0100</pubDate>
                <title>92. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/92-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am 14. Februar hatten wir einmal mehr die Ehre, die Thriller-Schriftstellerin Zoë Beck als Gast auf dem Roten Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt begrüßen zu dürfen. Beck - die zuvor bereits mit ihren Romanen &quot;Die Lieferantin&quot; und &quot;Paradise City&quot; bei uns zu Gast gewesen war - blieb wie immer ihrem Versprechen treu, keine Spoiler preiszugeben. Dennoch las sie uns einige stimmungsvolle und längere Auszüge aus ihrem neuen Buch &quot;Memoria&quot; vor, in dem es maßgeblich um Erinnern und das Gedächtnis geht: Wie zuverlässig sind eigentlich unsere Erinnerungen - und wer bestimmt, was wir vergessen dürfen?</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema verwundert nicht. Die taz schrieb einst über Zoë Beck, sie habe in ihren Büchern lediglich "die Stellschrauben der Welt ein klein wenig weiter gedreht und das so entstehende Szenario als real verpackt." Aber das werde in einer so verrückten Welt wie der unsrigen zunehmend schwierig, scherzt Beck. Wenn im Buch die Wälder brennen, wenn Menschen sich die Miete nicht mehr leisten können oder wenn nachts das Licht nur noch in den Wohnungen der Reichen brennt: ist das dann noch literarische Übertreibung oder doch nur eine realistische Darstellung der Wirklichkeit? Eine weitere Drehung ins Unwirkliche liegt deshalb nahe - und was würde sich da besser anbieten als die Manipulierbarkeit unserer Erinnerungen?</p>
<p>Harriet, die Protagonistin des Romans, zweifelt zunehmend an ihrer eigenen Zurechnungsfähigkeit, weil sie zum Beispiel plötzlich Auto fahren kann, obwohl sie sich nicht erinnern kann, es je gelernt zu haben - oder weil eine Frau, die Harriet noch nie gesehen hat, auf einmal ihren Namen kennt. Vergeblich sucht Harriet ihren Namen auf den Klassenlisten ihres Schuljahrgangs, und das, obwohl sie sich an die Prüfungsthemen noch genauestens erinnern kann. Und gruseliger noch: In der Abizeitung tauchen Kommentare auf, die in der zweiten Person an Harriet gerichtet sind - "Harriet, wo bist du? Wir vermissen dich!"</p>
<p>Die Erinnerung wirft auch große philosophische Probleme auf: "Wenn wir andere Erinnerungen hätten", fragt Zoë Beck, "von jetzt auf gleich, hätten wir dann auch eine andere Persönlichkeit?" Und es kommt noch gruseliger: Zoë Beck erzählt zum Beispiel von einem Fall eines italienischen Dorfes, wo eine ganze Generation von Kindern überzeugt war, an satanischen Ritualen teilgenommen zu haben, während materielle Beweise auf den Friedhöfen aber vollständig fehlten.</p>
<p>Wir möchten Sie nicht länger auf die Folter spannen: Lesen Sie "Memoria", es lohnt sich!</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-104049</guid>
                <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 15:07:40 +0100</pubDate>
                <title>Am 23. Februar Die Linke wählen!</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/am-23-februar-die-linke-waehlen/</link>
                
                <description>Unser TV-Spot zur Bundestagswahl ist seit heute draußen:
Hol Zurück, was Dir gehört!</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=jaD4t-UN4E4&amp;ab_channel=DIELINKE" target="_blank" rel="noreferrer">Hol Zurück Was Dir Gehört! Unser TV-Spot zur Bundestagswahl - YouTube</a><br> <br> Am 23.02. Die Linke wählen.</p>
<p>Die einzige Partei, die sich mit den Mächtigen anlegt und für eine sozial gerechte Politik in diesem Land kämpft.</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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            <item>
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                <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 14:49:42 +0100</pubDate>
                <title>Verordnete Kannibalisierung der Kultur wird zum Mittel der Wahl</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/verordnete-kannibalisierung-der-kultur-wird-zum-mittel-der-wahl/</link>
                
                <description>Zur geplanten Verlagerung der qualifizierten Sperre in Höhe von 600.000 Euro beim Konzerthaus Berlin erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Dr. Manuela Schmidt:

„Eine Korrektur von Fehlern durch neue Fehler ist eine denkbar schlechte „Lösung“. Auf der Tagesordnung des Hauptausschusses stand für den heutigen 22. Januar ursprünglich, die qualifizierte Sperre in Höhe von 600.000 Euro für das Konzerthaus Berlin aufzuheben und zur Gegenfinanzierung 600.000 Euro aus dem Kapitel 0810, Titel 89110 (Zuschüsse für den Ausbau von Arbeitsräumen für Künstlerinnen und Künstler) heranzuziehen. Diese und weitere Vorlagen, die schlecht durchdachte oder gar nicht realisierbare Kürzungen „korrigieren“ sollen, hat die Koalition erst einmal von der Tagesordnung des Ausschusses geräumt. Damit verlängert sich die Zeit des Chaos‘ und der Verunsicherung.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Klar ist jedoch: Die verordnete Kannibalisierung der Kultur scheint zum Mittel der Wahl zu werden. Denn mit den Korrekturen der in weiten Teilen gar nicht umsetzbaren Kürzungen im Kulturbereich, werden die einen gegen die anderen ausgespielt. Das ohnehin schon massiv geschrumpfte Programm für den Ausbau dringend benötigter Arbeitsräume soll um weitere 600.000 Euro beschnitten werden.</p>
<p>Zur Begründung führt die Kulturverwaltung an, was wir von Beginn an kritisiert haben: Handwerkliche Fehler bei der Erstellung der Sparliste. Das Konzerthaus verfüge also nicht über ausreichend steuerbare Mittel und habe in der laufenden Saison bereits Ticketpreiserhöhungen umgesetzt, so dass keine weiteren Steigerungen möglich seien. Zudem komme es durch die bauliche Situation am Gendarmenmarkt (dem Senat offensichtlich vorher nicht bekannt) sowie die energetische Sanierung des Hauses zu erheblichen Einschränkungen bei der Zuwegung, es müsse demzufolge mit ebenso erheblichen Mietausfällen gerechnet werden. Es bestünde außerdem zusätzlicher Finanzbedarf durch den Intendantenwechsel im September 2025 und die Einrichtung habe den Wegfall von Drittmitteln eines Großsponsors zu verkraften. Dringend beantwortet werden muss, ob der Kultursenat nun bei allen noch ausstehenden Fehlerkorrekturen und Machbarkeitsprüfungen eine Verlagerung der daraus entstehenden Lasten vor allem auf die Freie Szene, Angebote für kulturelle Teilhabe und all jene Bereiche der Kultur plant, die ohnehin schon äußerst kreativ und effizient mit schmalen Budgets und keinen oder wenigen Rücklagen das Gesicht der Kulturstadt Berlin mitprägen. Der dringend erforderliche Austausch mit all jenen, die unter der chaotischen Vorgehensweise und den Kürzungen zu leiden haben, muss nun endlich beginnen. Bislang hören wir dazu nur wohlklingende Absichtserklärungen.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Abgeordnetenhaus</category><category>Manuela Schmidt</category>
                
            </item>


            
            <item>
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                <pubDate>Fri, 22 Nov 2024 20:51:00 +0100</pubDate>
                <title>91. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/91-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am vergangenen Freitag, dem 22.11., fand im Abgeordnetenbüro Schmidt das nunmehr 91. Rote Sofa statt. Wir hatten diesmal die namhafte Schriftstellerin und Musikerin Manja Präkels zu Gast, die aus ihrem Debütroman &quot;Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß&quot; (erschienen 2017) las und sich den Fragen von Co-Gastgeberin Regina Kittler stellte.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" ist dabei Programm - aber nicht komplett wörtlich zu nehmen. Das heißt, um Nazis geht es durchaus wörtlich - aber dabei handelt es sich um Neonazis im Brandenburg der Wende- und Nachwendezeit, und Hitler ist lediglich der Spitzname von Oliver, dem ehemals besten Freund der Ich-Erzählerin Mimi. Oliver und Mimi teilen vieles - nicht zuletzt den Wunsch, frei und wild zu leben -, aber dann wird Olli zum Nazi, Mimi nicht. Die Hintergründe lassen sich sowohl politisch-theoretisch wie auch biographisch-literarisch erörtern - und das Rote Sofa ist an jenem Abend ein Ort, wo beides fließend ineinander übergeht.</p>
<p>Wer bleibt für die Neonazis im Brandenburg der Neunziger als Feind dann noch über, fragt Präkels, wenn es weit und breit keine Ausländer gibt? Und sie beantwortet sich die Frage gleich selbst: Es sind die langhaarigen Jungs und die kurzhaarigen Mädchen - die Dorfdisko, wo Metaler, Punks und Wave-Kids gemeinsam feiern. "Ich hatte blaue Haare", witzelt Präkels, "das hat mir zwar nicht gestanden, aber war ja auch kein Grund, mich durch die Gegend zu jagen, oder?" Dass all das von gespenstischer Aktualität ist, versteht sich leider von selbst. "Die Kinder der Neunziger sind die Eltern von heute", gibt Regina Kittler zu bedenken, "und vielleicht hatten sie die Klamotten sogar noch im Schrank."<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-102739</guid>
                <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 11:25:45 +0200</pubDate>
                <title>#BerlinIstKultur – aber wie lange noch? </title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/berlinistkultur-aber-wie-lange-noch-1/</link>
                
                <description>Mit kreativen und lauten Aktionen wehrt sich die Berliner Kulturszene am heutigen Aktionstag gegen drohende Einsparungen im Kulturetat. Die Kürzungen von heute werden noch jahrelang schmerzhaft spürbar sein. Das im Berliner Haushalt „kleinste“ Ressort der Stadt leistet Großes für die Menschen, die hier leben und die zu Besuch kommen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner Kulturszene ist zu Recht in Aufruhr, denn der Kulturetat soll in den nächsten zwei Jahren um zehn Prozent gekürzt werden. Das werden allein im kommenden Jahr rund 120 Millionen Euro sein. Dabei macht der Kulturhaushalt nur 2,5 Prozent des Gesamtetats aus, entlastete eine derartige Kürzung diesen Gesamthaushalt um gerade einmal rund 0,25 Prozent.</p>
<p>Mit den Kürzungen sind jedoch Vielfalt und Qualität der Kultur in einem Ausmaß bedroht, das in keinem Verhältnis zu dem monetären Nutzen des Kahlschlags steht. Kleine Theater werden sterben, Künstler:innen der freien Szene ihre Existenzgrundlage verlieren, noch mehr Räume für Kultur verloren gehen, größere Häuser werden ihre Programme so schmerzhaft einschränken müssen, dass dies wiederum erhebliche Auswirkungen auf Kooperationspartner:innen der freien Szene hat, bereits geplante Projekte werden in der Schublade verschwinden, Projektinitiativen Insolvenz anmelden, Institutionen Mitarbeitende entlassen. „Arbeit unter dem Existenzminimum wird wieder salonfähig“, bringt der Rat der Künste das drohende Desaster und dessen Konsequenzen auf den Punkt.</p>
<p>Kulturelle Teilhabe, kulturelle Bildung, der Beitrag der Kultur zum demokratischen Zusammenhalt der Gesellschaft sind monetär nicht zu beziffern und schon gar nicht aufzuwiegen gegen 10.000 Euro hier gespart und 200.000 Euro da gekürzt. Sie sind essenziell für die Stadt, denn Berlin lebt mit der und auch von der Kultur.</p>
<p>Der heutige Protest hat seine Berechtigung und unsere Unterstützung. Er sollte und muss über diesen Tag hinausgehen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Abgeordnetenhaus</category><category>Manuela Schmidt</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-105078</guid>
                <pubDate>Tue, 15 Oct 2024 20:45:00 +0200</pubDate>
                <title>90. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/90-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am vergangenen Dienstag (15.10.2024) besuchte uns der Theaterautor, Regisseur und Musiker Thomas Sutter und las auf dem Roten Sofa exklusiv aus seinem unveröffentlichten Erstlingsroman mit dem wundervollen Titel 
&quot;SIE: Seine Frau, der Geldfreund – und was Maria mit allem zu tun hat&quot;. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Richter, ein freischaffender Fotograf, der seinen Beruf ergriffen hat, um mit seiner Linse die täglichen kleinen und großen Freuden und Dramen von Menschen einzufangen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Im Mittelpunkt des Abends jedoch stand neben Richter auch Thomas Sutter selbst: und dies nicht nur als Autor, der seinen unbändigen Drang zum Schreiben entdeckt und kultiviert. Sondern auch als Mensch, der zwar jahrzehntelange Bühnenerfahrung als Schauspieler und Musiker hat, aber dennoch als Leser eine Mischung aus feierlichem Ernst und charismatischer Schüchternheit an den Tag legt, die die Zuhörerinnen und Zuhörer am Helene-Weigel-Platz fesselt. Als Erzähler und Sprachkünstler, der im Gespräch mit Gastgeberin Regina Kittler nicht nur vom Entstehungsprozess des Buches berichtet, sondern auch Anekdoten aus Jahrzehnten Berliner Lebenserfahrung zum Besten gibt.</p>
<p>Doch zurück zum Buch: Die drei Kapitel, die Sutter vorlas, machen Lust auf mehr. Eine literarische Reise in die Untiefen der menschlichen Psyche und der Liebe – und auf Höhenflüge der Sprachakrobatik. "Unterstützen Sie Thomas Sutter in seinem Vorhaben, einen Verlag zu finden und das Buch zu veröffentlichen?", fragte Regina Kittler zum Abschluss in die Runde – und klarer kann ein Ja des Publikums nicht ausfallen!</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-102560</guid>
                <pubDate>Wed, 02 Oct 2024 16:13:27 +0200</pubDate>
                <title>89. Rotes Sofa im Abgeordnetenbüro Schmidt</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/89-rotes-sofa-im-abgeordnetenbuero-schmidt/</link>
                
                <description>Am vergangenen Freitag, dem 27.09., fand im Abgeordnetenbüro Schmidt das inzwischen 89. Rote Sofa statt. Die Bilanz: Manchmal wird man durch Zwischenfälle zum Improvisieren gezwungen - in diesem Fall haben wir das Beste draus gemacht.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Krimischriftstellerin Zoë Beck, unser geladener Gast für den Abend, krankheitsbedingt absagen musste, veranstalteten wir kurzerhand einen Filmabend. Weniger düster wurde der Abend dadurch nicht, aber möglicherweise politischer: Denn unsere Wahl fiel auf die Dokumentation "Busch singt", den posthum veröffentlichten berüchtigten letzten Film des DDR-Regisseurs Konrad Wolf. Dabei handelt es sich um eine Collage aus Original-Filmmaterial - Ausschnitte aus Fernsehnachrichten der 1930er- und 1940er-Jahre, nationalsozialistischen Propagandafilmen usw. -, die Wolf mit Interviews von Künstlern und Intellektuellen und insbesondere mit Aufnahmen von klassischen Arbeiterliedern und politischen Gedichten kommentiert und kontrastiert. Herausgekommen ist nicht weniger als ein filmisches Denkmal der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>Wir sahen zwei Teile des Films, die die Jahre 1934-1936 sowie 1944/45 darstellen - untermalt mit Arbeiterliedern von Hanns Eisler, Johannes R. Becher, Bertolt Brecht, Erich Weinert und Paul Dessau - und nicht zuletzt: der Stimme von Ernst Busch.</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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            <item>
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                <pubDate>Tue, 01 Oct 2024 12:15:27 +0200</pubDate>
                <title>Bezahlbare Wohnungen im neuen Stadtquartier Knorr-Bremse dürfen nicht Lobbyinteressen geopfert werden</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/bezahlbare-wohnungen-im-neuen-stadtquartier-knorr-bremse-duerfen-nicht-lobbyinteressen-geopfert-werden-2/</link>
                
                <description>&quot;Auf dem Knorr-Bremse-Gelände in Marzahn soll in den nächsten Jahren ein gemischt genutztes Quartier aus Wohnen und Gewerbe entstehen. Der Senat hat bisher versprochen, dass der Anteil mietpreisgebundener Wohnungen 50 Prozent betragen soll. Die 50-Prozent-Quote ergibt sich, weil die neu entstehenden Wohnungen nach Fertigstellung von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE übernommen werden sollen.

Nun ist bekannt geworden, dass die örtlichen CDU-Abgeordneten Mario Czaja (Bundestag) und Christian Gräff (Abgeordnetenhaus von Berlin) sich gegen die Planungen ihres eigenen schwarz-roten Senats wenden und verlangen, dass weniger mietpreisgebundener Wohnraum gebaut werden soll.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><em>Dazu erklärt&nbsp;</em><strong><em>Dr. Manuela Schmidt</em></strong><em>, Abgeordnete des Wahlkreises:</em></p>
<p><br> Wieder einmal vertritt die örtliche CDU Lobbyinteressen und nicht die Interessen eines Großteils der Menschen in unserem Bezirk. In Zeiten immer knapper werdenden preiswerten Wohnraums fordert sie doch tatsächlich, dass das Land Berlin bei den Planungen für ein neues Stadtquartier auf die Schaffung von für die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner bezahlbaren Wohnraums verzichten und damit die vom eigenen Senat geschlossene Vereinbarung mit den landeseigenen Wohnungsunternehmen sogar noch unterbieten soll. Das ist skandalös!</p>
<p>Immerhin sind rund 60 Prozent der Berlinerinnen und Berliner berechtigt, einen Wohnberechtigungsschein zu beantragen und geförderten Wohnraum für Mieten von 7,50 bis 11,50 Euro/m² zu beziehen. Das sind zum Beispiel Verkäuferinnen und Verkäufer, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger oder kleine selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker. Deshalb muss der bisher zugesagte Anteil an geförderten Wohnungen beibehalten werden. Freifinanzierte Wohnungen mit Mietenvon rund 20 Euro/m² können sich diese Berufsgruppen schlichtweg nicht leisten.</p>
<p>Das zeigt wieder einmal, dass die CDU kein Interesse an preiswertem Wohnraum für alle und damit auch keine Lösungen für die Probleme der Berlinerinnen und Berliner hat, für die die Mieten in dieser Stadt nicht mehr bezahlbar sind!“</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-102559</guid>
                <pubDate>Mon, 02 Sep 2024 16:10:00 +0200</pubDate>
                <title>Lange Tangonacht auf dem Helene-Weigel-Platz</title>
                <link>https://www.dr-manuela-schmidt.de/willkommen/aktuelles/detail/news/lange-tangonacht-auf-dem-helene-weigel-platz-2/</link>
                
                <description>Am vergangenen Freitag, dem 30.08., fand auf dem Helene-Weigel-Platz die diesjährige Lange Tangonacht statt.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Im Licht der untergehenden Sonne und später unterm Sternenhimmel erklärte Tanzlehrer Anatol Wendler den zahlreichen Gästen nicht nur die Grundschritte des Tango Argentino, sondern vermittelte mit einfachen Gruppentanzübungen auch spielerisch den Spaß am Tanz und an der Bewegung. Eines unserer Highlights im gesamten Veranstaltungsjahr!</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-102558</guid>
                <pubDate>Mon, 01 Jul 2024 16:06:00 +0200</pubDate>
                <title>Lange Kriminacht auf dem Helene-Weigel-Platz</title>
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                <description>In der prallen Abendsonne fand am vergangenen Freitag (28.06.) die diesjährige Lange Kriminacht auf dem Helene-Weigel-Platz statt. Von der ersten bis zur letzten Minute boten die Gäste feinste Unterhaltung für Alt und Jung: Lesungen aus zwei Krimis und ein tolles Gespräch mit vielen Einblicken aus dem Nähkästchen der Schriftsteller.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Zum Einstieg befragte der ehemalige Kultursenator und passionierte Leser Klaus Lederer die beiden Autor*innen Pieke Biermann und Jürgen Tietz zu ihren Inspirationsquellen, ihren Schreibprozessen und ihren Lieblingskrimis. Ein Thema nahm in diesem Gespräch besonders viel Raum ein: nämlich das Verhältnis zwischen Krimis und den konkreten Orten, an denen sie spielen. "Ich sehe schon", bemerkte Lederer zwischendurch lachend, "wir reden heute gar nicht so viel über Krimis, sondern mehr über die Stadt, die wir lieben: Berlin."</p>
<p>Ganz offensichtlich sind das für Biermann und Tietz zwei Dinge, die wunderbar zusammenpassen: Kriminalromane und die Stadt Berlin. Jürgen Tietz liest später aus seinem ersten Berlin-Krimi mit dem Titel "Berliner Monster", Biermann gibt einige Passagen aus "Vier fünf sechs" zum besten, dem letzten Band ihres Berlin-Quartetts, in dem die erste queere Mordkommission der Literaturgeschichte ermittelt. Und nebenbei, ganz spielerisch, erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer von den beiden Autor*innen des Abends viel buntes anekdotisches Wissen und viele Denkanstöße. Sind Umbruchszeiten Glückszeiten für Krimiautoren?, fragt Klaus Lederer die Gäste. Gibt es in unserer heutigen Gesellschaft schon Männer, die Frauen aus Autonomie lieben?, fragt Pieke Biermann. "Eine Zigarette kann eine wertvolle Spur für die Ermittler sein. Also: Gute Mörder rauchen nicht", beobachtet Jürgen Tietz. Und alle drei gemeinsam spekulieren sie über Kriminalliteratur als Ersatzhandlung für eigene Mordgelüste. So verabschiedet Lederer sich mit einer scherzhaften Empfehlung ans Publikum: "Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, jemanden umzubringen, dann schreiben Sie lieber ein Buch!"</p>]]></content:encoded>
                <category>Manuela Schmidt</category>
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